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Letzte
Aktualisierung: 09.06.05 |
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Liste 2 - Wir sind Partei
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Der Kantonsrat ist
ein Parlament an der Schnittstelle der verschiedensten Interessen. Zwar verpflichtet das
Amtsgelübde alle Gewählten dazu, sich für den Kanton Zürich als Ganzes einzusetzen. Im
Politalltag ist aber sehr oft nicht mehr klar erkennbar, welche Argumente entschieden:
Sind es Einzelanliegen von Regionen und Gemeinden, Parteien und Lobbys welche sich
durchsetzen oder entscheiden die Kantonsrätinnen und Kantonsräte tatsächlich aus der
übergeordneten Gesamtschau für unseren Kanton ? |
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Dieser Gegensatz ist oft nur scheinbar;
denn die verschiedenen politischen Ebenen - Gemeinde, Bezirk, Kanton und Bund sind
miteinander vernetzt und dass Entscheide in Wirtschaft und Politik sich gegenseitig
beeinflussen ist mittlerweile auch eine Binsenwahrheit. Politik im Kantonsrat zu machen
bedeutet daher auch, die Anliegen der Gemeinden und der Region aufmerksam wahrzunehmen und
in den übergeordneten Entscheidungsprozessen miteinzubeziehen. Wer zum Beispiel
verhindern möchte, dass auf unseren Strassen im Weinland der Lastwagenfernverkehr
ständig zunimmt, der muss sich folgerichtig auf nationaler Ebene für eine aktive
Bahn-Verkehrspolitik einsetzen. Aber positive Entscheide in Bern für die NEAT und die
LSVA alleine genügen nicht. Im Kanton Zürich muss der öffentliche Verkehr attraktiv
bleiben und - wo notwendig - noch ausgebaut werden. So haben Mitglieder des Kantonsrat
dank ihres entschlossenen Widerstandes gegen den Abbau von Bahn- und Busverbindungen in
ländlichen Gegenden während der Randstunden verhindert, dass im Kanton Zürich umwelt-
und verkehrspolitisch falsche Entscheidungen getroffen wurden. Davon hat auch das Weinland
ganz direkt profitiert. |
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Diese Vernetzung von Entscheiden und
ihren Auswirkungen auf allen Ebenen ist überall in der Politik vorhanden. Stark
gestiegene Belastungen der Budgets im Sozial- und Fürsorgebereich sind die Auswirkungen
eines immer schärfer werdenden globalen Wirtschaftswettbewerbes. Dies spürt man nicht
nur in Zürich und Winterthur sondern auch bei uns in Feuerthalen, Marthalen, Andelfingen
und Stammheim. Höhere Krankenkassenprämien, steigende Gebühren und sinkende Stipendien
reissen auch in die Haushaltskasse vieler Weinländer Familien grosse Löcher und der
Kanton Zürich muss sparen, weil er im "freundeidgenössischen" Steuerwettbewerb
mit Schwyz und Zug und ihm die dringend notwendigen Mehreinnahmen fehlen. |
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Käthi Furrer, Urs Baserga, Doris Braun
und Andreas Jenni werden im Kantonsrat nicht kleinkarierte Kirchturmpolitik machen. Sie
sind sich aber bewusst, dass Entscheide in Zürich das Leben im Weinland nachhaltig
beeinflussen; wir hoffen positiv ! |
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Roly
Brunner |
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